«Was ist, darf sein. Was sein darf, verändert sich.»
Dieser Satz meines Ausbilders Werner Bock hat auch für mich und meine Arbeit große Bedeutung. Sagt er doch, dass uns alles Festhalten an überkommenen Mustern und Verhaltensregeln starr und unflexibel macht. Erst wenn intensive Gefühle gelebt werden dürfen, verlieren sie ihre Macht und räumen den Platz für Neues.

Beziehungsprobleme

Glückliche Partnerschaft statt Beziehungsprobleme und Trennung

Am Anfang jeder Liebesbeziehung hängt der Himmel noch voller Geigen. Wir sind überglücklich und können es kaum fassen, endlich unseren „Traumpartner“ gefunden zu haben, die andere, lang gesuchte Hälfte, die wie das Deckelchen auf das Töpfchen passt. Endlich sind wir angekommen und die Suche hat ein Ende. Der Partner/die Partnerin hat ziemlich viel von dem, was wir uns immer gewünscht haben und er ist ein so wundervoller Mensch. Die Glückshormone laufen auf Hochtouren und deshalb ist Verliebtsein mit einem kleinen Rausch zu vergleichen.
Leider kommt auch nach diesem Rausch wie üblich irgendwann die Katerstimmung und plötzlich können die Eigenschaften des Partners, die wir vorher noch so bewundert haben, auch ihre Schattenseiten zeigen. Die rosarote Brille, durch die wir den Partner gesehen haben, geht auf einmal verloren und zum Vorschein kommt ein Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen. Und diese Schwächen werden nun zur Herausforderung für die bislang so glückliche Beziehung. Der Andere entpuppt sich plötzlich als Enttäuschung oder Mogelpackung.

Uns selbst zu hinterfragen und anzunehmen ist der erste Schritt für eine gute Beziehung

Was auf einmal so alles nervt, hat aber ganz viel mit einem selbst zu tun. Denn nach dem Glück der anfänglichen Verliebtheit, kommen die eigenen wunden Themen wieder zum Vorschein. Und diese spiegelt niemand so deutlich wie der eigene Liebespartner. Hat man sich bisher nur von seiner besten Seite gezeigt, treten jetzt auch Anteile hervor, die wir meist selbst nicht an uns leiden können. Wie soll der andere es mit uns aushalten, wenn wir es selbst nicht können. Aber bevor wir uns das selbst eingestehen, stürzen wir uns lieber auf die Makel des anderen, projizieren unsere Themen auf ihn, weisen die Schuld weiter. Kein Wunder, dass daraus aus einer einst glücklichen Beziehung ein Problem wird – das wir gerne loswerden möchten, wenn es sein muss durch Trennung. Denn wahrscheinlich war es ganz einfach doch nicht der richtige Partner.
Dabei liegt gerade an diesem kritischen Punkt die Chance, den anderen erst richtig kennenzulernen. Ihn nicht durch die rosarote Brille zu sehen, sondern so wie er wirklich ist. Doch das setzt voraus, dass beide ihre Masken fallen lassen und sich wirklich begegnen. Das setzt voraus, erst einmal miteinander ehrlich und offen zu kommunizieren. Dem anderen mitzuteilen wie es mir geht, was mich beschäftigt, was ich für Bedürfnisse und Wünsche habe, aber auch was mich ängstigt oder hilflos macht. Dann kann wieder eine Verbindung entstehen, die tiefer ist, als die anfängliche Verliebtheit und die ganz viel mit eigenem Wachstum zu tun hat.

Lernen Sie miteinander wieder offen zu reden und sich neu zu begegnen

Wer jedoch zu lange versäumt hat, auszusprechen was in ihm brodelt, findet immer weniger den Mut für ein offenes, klärendes Gespräch. Dann eskaliert vielleicht der Ärger über den vollen Mülleimer zu einem heftigen Streit, in dem nur gegenseitige Vorwürfe verbalisiert werden, aber keinesfalls eine gute Lösung gefunden werden kann.  Deshalb müssen beide oft erst wieder lernen miteinander zu reden, und zwar auf eine heilsame Weise, die wir in der Regel nie gelernt haben. Eine Paarberatung kann hier nicht nur Brücken zwischen beiden bauen, sondern einen Rahmen bieten sich neu, d.h. achtsam zu begegnen und seine Bedürfnisse auszusprechen. Dies betrifft auch einen so wichtigen Teil wie die sexuelle Lust,die ganz empfindlich auf Stress und fehlendes Einfühlungsvermögen reagiert.

Dann kann es vielleicht möglich werden „die Andersartigkeit des Partners als die eigene große Sehnsucht zu erkennen“ (Eva-Maria Zurhorst , Liebe dich selbst, dann ist es egal, wen du heiratest) und sich damit weiter zu entwickeln. Letztlich ist jede Beziehung die Chance auf Heilung der eigenen Verletzungen und der mangelnden Selbstliebe.

Themen einer Psychotherapie

Klienten kommen mit ganz unterschiedlichen Anliegen in meine Praxis. Das reicht von allgemeiner Unzufriedenheit und reicht über die Begleitung bei aktuellen schwierigen Lebenssituationen bis hin zur Bewältigung schwerer Schicksalsschläge. Hilfreich kann eine Psychotherapie sein bei:

  • Trauer und Tod Nahestehender
  • Beziehungsproblemen und Trennung, aber auch Einsamkeit und Partnersuche
  • Unklarheit bei Nähe, Grenzen und Nein sagen
  • Psychosomatischen Beschwerden und körperlichen Krankheiten
  • Depression, Stress und Burnout (Sind sie Burnout-gefährdet? Machen Sie den Selbsttest)
  • traumatischen Erlebnissen, Krisen oder Anpassungsstörungen
  • bei Sinnkrisen und Bewältigung von Übergängen im Leben
  • beim Wunsch nach Persönlichkeitsentwicklung und Lebensfreude

FAQ

Wie genau läuft eine Therapie ab, was kostet sie und was kommt auf Sie zu? Diese und weitere organisatorische Fragen beantworte ich Ihnen auf der Seite Fragen & Antworten oder schreiben Sie mir unverbindlich eine E-Mail.