„Ich mag das tastende Leben:
freudvoll, achtsam,
und voll neuer Erfahrungen“

Wer ich bin

Die Eckdaten sind schnell erzählt: 1966 im schwäbischen Reutlingen geboren, Abitur, Zivildienst, Studium. Zunächst die Arbeit als Journalist im Radio und bei der Zeitung, dann die Arbeit als Therapeut, Coach und Trainer; zwei mal geheiratet, Vater von zwei Söhnen. Genauer lesen Sie es im Lebenslauf. Ich arbeite mit meiner Frau, der Osteopathin und Gestalttherapeutin Heike Ecker zusammen in unserer Praxisgemeinschaft im Darmstädter Paulusviertel.

Was mich ausmacht

Ich interessiere mich für Menschen, für Ihre Schicksale, ihre Freuden und Leiden; dafür, wie sie die Welt sehen, was ihnen wichtig und bedeutsam ist; welche Wege und Pfade sie ausgesucht haben, um das große Mysterium Leben zu meistern. Und wo sie steckenbleiben, nicht weiterkommen, zögerlich sind.

Ich liebe Kontakt in allen Facetten; Sprache und Austausch sind mir wichtig. Ich höre zu und nehme wahr und manchmal erzähle ich auch. Ich lache so gern und spiele und bin laut und voller Tatendrang. Und bin doch auch gern still und leise, ernst und ganz nah dran an meinem Gegenüber.

Ich mag es, die Perspektive zu verändern: Mal schaue ich wie durch ein Weitwinkelobjektiv und sehe so Menschen im Netz ihres Umfelds, ihrer Kultur und Sozialisation; dann wieder zoome ich heran und sehe nur den Einzelnen mit seiner ganz individuellen Geschichte und seinen eigenen Verstrickungen, die ihn stolpern lassen.

Ich liebe meine Arbeit, weil in ihr so viele Interessen und Lebensthemen zusammenlaufen. Ringen um ein „gutes Leben“, Ausbalancieren von Kontakt und Rückzug, Achtsamkeit und Empathie, Kommunikation und Selbstmanagement, die Freude an einer ganzheitlichen „inneren Arbeit“, das Leben in Beziehungen und in Familien, im Beruf führen und geführt werden, Weitergabe von Wissen in Trainings und Workshops, die Begleitung in der Therapie und im Coaching, schließlich auch ein „ethnografischer Blick“ bei der Paarberatung – ein praller, bunter Strauß Leben.

Fragmente

Man muss den Dingen 
die eigene, stille, 
ungestörte Entwicklung lassen, 
die tief von innen kommt, 
und durch nichts gedrängt 
oder beschleunigt werden kann; 
alles ist Austragen –
und dann Gebären … 

Reifen wie der Baum, 
der seine Säfte nicht drängt 
und getrost 
in den Stürmen des Frühlings steht, 
ohne Angst, 
dass dahinter kein Sommer kommen könnte. 
Er kommt doch! 
Aber er kommt nur zu den Geduldigen, 
die da sind, 
als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, 
so sorglos, still und weit … 

Man muss Geduld haben, 
gegen das Ungelöste im Herzen, 
und versuchen, 
die Fragen selber lieb zu haben. 
Wie verschlossene Stuben, 
und wie Bücher, 
die in einer Sehr fremden Sprache geschrieben sind. 

Es handelt sich darum, 
alles zu leben. 
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich, 
ohne es zu merken, 
eines fremden Tages 
in die Antwort hinein.

Rainer Maria Rilke

Wieso mir Gestalttherapie so wichtig ist

Gestalttherapie ist für mich viel mehr als nur eine heilende Therapieform.

Der Gestaltansatz ist eine gelebte Haltung zur Welt, zu den Menschen in meinem Umfeld, zu meinem Leben. Er beruht auf Achtsamkeit und gleichberechtigtem Kontakt, er ist verankert in dem Wissen, dass jeder Mensch frei ist und jede Zusammenkunft einem Geschenk gleichkommt.

Gestalt ist für mich eine lebenslange Wanderung – oder sollte ich besser sagen: ein Spaziergang. Ein Weg des Lernens und des Genießens. Der Gestaltansatz macht das Leben zu einem Prozess des Werdens.

Eine Gestalttherapie ist so gesehen eine Entdeckungsreise, auf der wir reden und diskutieren, sitzen und toben, weinen und hoffentlich auch viel lachen können. Wir sagen wohl „Arbeit“ dazu, aber eigentlich ist die gemeinsame Zeit doch eher eine interessante, und (ich gebe zu) manchmal auch anstrengende Heldenreise.

Ich mag es, gemeinsam mit meinen Klienten neue Möglichkeiten zu entdecken. Und ich mag es, nicht der allwissende Fachmann sein. Im Gegenteil: Nur der Klient weiß genau, was für ihn gut ist, er ist der Experte für sein Leben. Ich dagegen bin der Experte für den Prozess, ich baue und halte die Leitplanken für die Entdeckungsreise.

Bücher, die mich faszinieren.

Es gibt Bücher, die mich inspirieren, mit denen ich immer wieder gerne Zeit verbringe, die mein Denken prägen, die überdauern. Ich möchte Ihnen einige davon vorstellen:

Wilhelm Schmid: Mit sich selbst befreundet sein
Wilhelm Schmid ist ganz klar mein Lieblingsphilosoph. Er ist klug, witzig und schreibt so, dass ich nicht nach dem zweiten Satz aussteige. Und er beschäftigt sich mit Alltagsthemen – wie können wir sinnvoll leben, lieben oder älter werden. Er scheut sich auch nicht, über das Glück eines Schnupfens oder das Trinken eines Espressos nachzudenken. Und seine Gedanken in eine wunderschöne, rhythmische Sprache zu packen. Übrigens. Noch schöner, als ihn zu lesen, ist es, ihn zu hören.

Jorge Bucay: Komm, ich erzähl dir eine Geschichte
Bucay ist Gestalttherapeut und lebt in Argentinien. In diesem Buch, das zwar einen großen Handlungsstrang hat, erzählt er viele kurzweile, zum Nachdenken anregende Geschichten über das Leben und darüber, wie wir glücklich sein können.

François Lelord: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück
Der französische Psychiater beschreibt in diesem Buch, was Glück bedeuten kann, wie vergänglich es ist, und warum es auch gar nicht so schlimm ist, es nicht zu finden. Die Sprache ist fast kindlich-naiv. Auch wenn mittlerweile mehrere Fortsetzungen erschienen sind, ist für mich dieses erste Buch immer noch das beste.

Erich Fried Liebesgedichte
Über Liebe können nur die Dichter angemessen schreiben. Und Fried ist für mich einer meiner Lieblinge. Ich mag die poetische, rhythmische Sprache und die Sprachbilder, in die ich mich wie in ein sanftes, weiches Daunenbett legen möchte.

 

Und diese Bücher liegen gerade auf meinem Nachttisch:

  • Peter Levine: Sprache ohne Worte
  • Nele Pollatschek: Das Unglück anderer Leute
  • Mühl/von Kopp: Die Kunst des klugen Essens

Ausbildung

Fortbildungen:

Kolleginnen und Kollegen