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Volksmusik auf allen Kanälen.
Wo Einschaltquoten sinken, suchen Radio-Programmchefs ihr Heil in einer neuen Musikfarbe, die möglichst viele Hörer an ihren Sender bindet. Die Verantwortlichen glauben den mainstream in eingängiger Blasmusik mit Herz-Schmerz-Texten auszumachen. Eine Musik, wie sie bei Vereins- und Stadtfesten ebenso zu finden ist, wie im Festzelt der Fischerkameradschaft oder dem Gesangsverein "Frohsinn", wo sie den Bierkonsum in die Höhe treibt.

Die Idee zu der hier vorliegenden Arbeit entstand bei der Arbeit: Im Studio eines Reutlinger Privatradiosenders, bei dem ich eine Zeit lang als freiberuflicher Redakteur und Moderator arbeitete. Wer als Praktiker mit derlei seichten Melodien (in der Sprache der Radioleute nennt sich ein solches Musikformat "DOM": Deutsch orientiert, melodiös) und deren Rezipienten zu tun hat, wird als Theoretiker ganz anders an die Sache herangehen und der Unterhaltung von vorn herein einen relativ hohen Stellenwert einräumen.

Deshalb wollte ich mit dieser Arbeit nicht den Stab brechen über den volkstümlichen Schlager. Der kritische, von Adorno geprägte Blick auf diese Art der Musik und Unterhaltung wollte ich mir nicht zu eigen machen. Ich griff die Ende der 80er Jahre aufkommenden Theorien der cultural studies auf und versuchte so einen neuen Zugang zu den Fans dieser unterhaltung zu gewinnen.

 

Diese Arbeit war 1996 Grundlage meiner Magisterprüfung im Fach Empirische Kulturwissenschaft an der Uni Tübingen. Die Arbeit ist auch als Buch zu kaufen.

 

Diese Site stellt Auszüge aus dem Buch "Zünfig, bunt und heiter" bereit. Wissenschafltiche Ansätze und Diskussionensind nur im Detail und an vielen Stellen stark verkürzt dargestellt. Ebenso habe ich auf alle Literaturhinweise und Zitate verzichtet.

Grundlage der Arbeit waren qualitative Interviews und Feldbeobachtungen. Die Transkripte und das Feldtagebuch sind ausschließlich im Buch zu finden.

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Alle Rechte an den Texten liegen bei Ralf Grabowski und der Tübinger Vereinigung für Volkskunde.

© für die Seitengestaltung und alle Grafiken: Ralf Grabowski

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