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Im volkstümlichen Konzert treffen zwei scharf voneinander trennbare Personengruppen aufeinander:
Jedes stimmungsvolle Konzert mit einer guten volkstümlichen Band auf der Bühne wirkt wie eine Vernichtungsmaschine, die aus tausend und mehr zahlenden Zuschauern im Laufe des Abends ein Publikum destilliert. Ist es ein gutes Konzert, dann stehen bereits nach der ersten Minute die allermeisten Zuschauer auf den Bänken, schunkeln oder brennen ihre Wunderkerzen ab. Freilich lassen sich einzelne Individuen herausschälen, doch es gibt durchgängige, verbindende Merkmale, die sie als das "typische Bierzeltpublikum" kennzeichnen. Bei einem Konzert der Jungen Klostertaler in Wurmlingen notierte ich folgendes in mein Feldtagebuch:
In diesem subjektiven Bericht schillert die Kehrseite gruppendynamischer Prozesse durch. Auch der individualisierte Einzelne macht eben soziale Erfahrungen: als Angehöriger einer Konsumentengemeinschaft, die auf die "blood, sweat & tears"-Atmosphäre eines Bierzelts steht, oder, wie der Beobachter, als Nichtdazugehöriger.
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| © Ralf Grabowski |