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Einleitung
Tour d'horizon

Momentaufnahme
Die Fans
Überblick
Voreinstellung
Engagement
Publikum
Partner
Schlußtakt

Das Buch
Der Verlag
Die EKW

Auffällig an den beobachteten organisierten Fans ist die relativ überschaubare Sozialwelt, in die die Fans eintauchen. Die Musikgruppen besitzen jeweils nur einen Fanclub, der schwerpunktmäßig in einer ziemlich eng umgrenzten Region tätig ist, die nicht unbedingt mit der Heimatregion der Musiker übereinstimmen muß.

Ganz im Gegensatz zu den Schlagerstars, die in der Literatur beschrieben werden, und die über sehr viele einzelne, voneinander unabhängigen Clubs verfügen. So konnte etwa der heute nicht mehr allzu bekannte Michael Holm sich auf zwischen 220 und 300 Fanclubs stützen, Renate Kern hatte über 200 Fangruppen, Chris Roberts konnte sich auf 110 Clubs verlassen und Cindy & Bert verfügten immerhin noch über 84.

Doch bevor wir einen Blick auf die Fans und ihre Gruppen werfen, schauen wir uns den Stand der wissenschaftlichen Diskussion an.

Die Welt ist so schön, wenn sie von den lustigen Musikanten betrachtet wird, so manisch schön. Denn das Gute und Gemütliche rückt die Gestalten und ihre Lebensräume wie unter einer Zwangsvorstellung zusammen. Das Gute ist nicht gut und das Gemütliche nicht gemütlich, aber es ist das Ambiente für den Artenschutz der Einfalt, und gut in Einfalt muß sein, wer das Gesamtkunstwerk seiner eigenen Person musikalisch, textlich und in der Darstellung des Privaten auf die Bekämpfung des Dissonanten abrichtet ... Volksmusik wirkt wie organisierte Katastrophenpanik, wie ein Verhalten, das stärker als jede andere Kulturäußerung vom Weltuntergang geleitet wird, den sie sich schönsingt, und vom Laster, das sie verdrängt.

Roger Willemsen

  top  |   02.02.1999 E-Mail | Home | ?
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