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18.9.2004 WochenendväterÜber 200 000 Paare wurden im vergangenen Jahr geschieden, jede dritte Ehe geht in die Brüche. In der Regel sind Väter bei einer Trennung doppelt gestraft: Sie verlieren nicht nur ihre Partnerin, sondern auch ihre Kinder. Wir stellen zwei Fälle vor. Das vergangene Jahr brachte in Deutschland 170 000 neue Scheidungswaisen. Allein für den Kreis Reutlingen verzeichnet das hiesige Jugendamt 508 Kinder, die von einer Scheidung der Eltern betroffen waren. Selbst wenn sich die Partner einvernehmlich trennen, tragen Kinder die Hauptlast einer Scheidung. Und die Last für die Eltern? Nach den meisten Trennungen werden die Kinder bei der alleinerziehenden Mutter wohnen und ihre Väter nur am Wochenende besuchen. Eine Rolle, mit der sich immer weniger Väter abgeben wollen. Eine Scheidung wirkt sich nachteilig auf die gesamte Lebenssituaion der Männer aus. Das ergab eine groß angelegte Studie des Bremer Instituts für Geschlechter- und Generationsforschung (IGG). Fast drei Viertel der befragten Väter bekamen nach einer Trennung Probleme im Job, noch mehr sprechen von gesundheitlichen Auswirkungen, von psychischen und körperlichen Beschwerden. »Bei vielen Männern wird das Gefühl zerstört, in einem Familiengefüge emotional eingebettet und als Vater anerkannt zu sein«, sagt Gerhard Amendt, der Leiter der Untersuchung. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Nach einer Trennung bricht bei rund jedem dritten der befragten Väter der Kontakt zum Nachwuchs ab. 70 Prozent von ihnen geben der Ex-Partnerin die Schuld am Kontaktabbruch. Wir stellen zwei Männer vor, die getrennt von ihren Kindern leben. Einer, der als Wochenendvater seinen Sohn regelmäßig sieht, ein anderer, der den Kontakt verloren hat. Fallbeispiel 1: |
Artikel zum ThemaBeispiel 1: Ein Vater kämpft um seinen Sohn und verliert ihn am Ende doch. Links im Web |