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29. 4. 2006 Spiele für lange FerientageEndlich Ferien! Für die Kinder beginnt eine Zeit ohne Stress, ohne Erzieherinnen und Lehrer; Eltern genießen Tage ohne Druck und Hetze. Doch solche Ferientage können lang werden. Gut, wenn die Erwachsenen einige Ideen für kurzweilige Unterhaltung in petto haben. Almuth Bartl und Cornelia Nitsch zählen in ihrem Buch »Ferien ... mal ohne Stress« eine Vielzahl kurzer und längerer Spielideen auf ? für lange Autofahrten, für Nachmittage am Strand, im Garten, für draußen und drinnen. Die Ferien, raten die Autorinnen, sollten mit einem Paukenschlag beginnen. Etwa mit einem Verkehrte-Welt-Frühstück, bei dem alles anders ist als gewohnt: In den Eierbechern liegen Kieselsteine, statt Kakaobechern stehen Weingläser auf dem Tisch, im Brotkorb häufen sich Knöpfe. Nun sind die Kinder an der Reihe, sie zählen auf, was alles nicht stimmt. Das macht Spaß und fördert gleichzeitig die Wahrnehmungsfähigkeit. Zur Belohnung gibt?s ein richtig tolles, leckeres Frühstück. Können Kinder draußen toben, sind sie glücklich. Noch mehr Spaß haben sie, wenn die Erwachsenen mitspielen und viele lustige Ideen haben. Beispielsweise das Watschelenten-Spiel. Und das geht so: Einer geht vorweg und imitiert ein Tier, beispielsweise eine Ente. Die andere folgen. Jetzt verwandelt sich der Vordermann in ein anderes Tier, beispielsweise in einen flinken Hasen. Oder in einen stelzigen Storch, eine langsame Schildkröte oder eine Katze, die auf leisen Sohlen entlangschleicht. Das Ärgerlichste am Urlaub ist für Kinder zumeist die Anreise. Das lange Stillsitzen im Auto frustriert sie. Auch dafür haben die Autorinnen Abhilfe, etwa mit dem Spiel »Auf der Blumenwiese«. Dazu werden vor der Autofahrt mit bunten Filz- oder Stoffmalstiften viele bunte Blumen auf die Vorderseite eines weißen T-Shirts gemalt. Das bemalte Shirt wird dem Kind dann angezogen. Im Auto beginnt das Blumenspiel: Abwechselnd zeigt das Kind auf alle gelben Blumen, oder alle roten. Danach dann auf die größte, die kleinste, die schönste oder die dürftigste. Etwas ältere Kinder können auch Zweizeiler erfinden. Einer gibt die erste Zeile vor, beispielsweise »Der Frosch verirrte sich im Garten ...«, die andere Mitspieler versuchen sofort, eine passende, gereimte zweite Zeile zu finden. Etwa »... drum muss er auf ein Taxi warten«. Die Autorinnen präsentieren jede Menge Spielanregungen für Strand und Garten, für Abende, Camping oder Sport. Die meisten Spiele eignen sich für Kinder zwischen drei und sechs Jahren. (ski) |
Der Buch-TippDie Schule pausiert und die Kleinen quengeln, weil ihnen langweilig ist. Gut, wenn die Eltern mit kurzweiligen Ideen für Unterhaltung sorgen können. Almuth Bartl, Cornelia Hoerner-Nitsch: Ferien ... mal ohne Stress. Christopherus Verlag, 64 Seiten. |