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24.2.2000 Im Chefsessel durch den MatschNoch mal Gas geben. Im Zentimeter hohen Matsch beginnen die Hinterräder durch zu drehen. Selbständig verteilt die Automatik mehr Kraft an die Vorderräder. Schlamm prasselt auf die leicht geöffnete Seitenscheibe, findet den Weg durch den schmalen Spalt und landet auf Gurt und Kragen. Jetzt nur nicht aufgeben. Weiter auf dem Gas bleiben, das Lenkrad festhalten und nebenher die Seitenscheibe schließen. "Immer in Bewegung bleiben" hatte der Aufpasser geraten. Die Traktionskontrolle zeigt das Spiel der Drehmomentverteilung. Plötzlich greift das linke Vorderrad, der Trooper macht einen Satz nach vorn und schrammt knapp an einer kleinen, schon arg mitgenommenen Birke vorbei. Die Isuzu-Importeure hatten ein schönes Terrain für die Präsentation des neuen Troopers ausfindig gemacht; einen Sandkasten für große Jungs: Auf einem Abbruchgelände mitten Büdinger Wald nahe Bad Salzhausen ließen sich die Geländewägelchen auf Herz und Nieren prüfen. Durchfahrten durch gut einen halben Meter tiefe Wasserrinnen, eine fast furchteinflößende Steigung herunterrutschend, Tests der Schräglage oder eine Demonstration der enormen Zugfähigkeit des Wagens. Die Ausrichtung war klar: Der neue Isuzu Trooper ist als reinrassiger Geländewagen für den professionellen Einsatz positioniert: Als Arbeitspferd oder Zugmaschine. Dafür sprechen seine schieren Werte: die Zugkraft von bis zu 3,5 Tonnen, die Steigfähigkeit von 37 und der Neigungswinkel von 45 Grad. So ist der Trooper gerade für den professionellen Einsatz in schwierigem Gelände oder für hohe Lasten geeignet. Jäger etwa werden ihre Freude an dem Wagen haben, in den auch mal eine ganze Wildsau gehievt werden kann. Marketingleiter Steffen Raschig kennt noch weitere Zielgruppen: Pferdebesitzer etwa, Bootseigner, Landschaftsgärtner oder Architekten - alle die immer mal wieder mit Hänger oder etwas ab von der Straße fahren müssen und die dennoch ein elegantes Wägelchen für die Freizeit haben wollen. Denn die kraftvolle Arbeitstugend ist kaschiert im zwar etwas gewöhnlichen, dennoch recht ansehnlichen Kleid. Dank der extrem hohen Sitzposition, der bei den langen Troopern serienmäßigen Klimaautomatik und dem bei den Automatikwagen Serien-Tempomat sowie der Höchstgeschwindigkeit von bis zu 180 km/h macht auch das Fahren auf Landstraßen und der Autobahn Spaß. Dennoch ist der Trooper kein Fun-Car. Mit dem Trooper 2000 hat Isuzu nach achtjähriger Pause wieder den Weg nach Deutschland gefunden. Die "Deutsche Isuzu Vertriebs GmbH", eine Tochter der schweizerischen Frey-Gruppe, importiert den Geländewagen und ist derzeit bemüht, ein Händlernetz aufzubauen. Geschäftsführer Alfred Basche strebt dabei keine Exklusivität an sondern baut auf Kooperationen. Denn ein Volumenmodell wird der Tropper 2000 mit seinem Einstiegspreis von 60 000 Mark sicher nicht werden. Er könnte aber eine bereits vorhandene Modellpalette "nach oben abrunden". Basche denkt dabei etwa an die Automarke Subaru oder, traditionsgemäß, an Opelhändler. Denn obwohl Isuzu acht Jahre lang nicht auf dem deutschen Markt war, ließ sich der Trooper hierzulande dennoch kaufen - unter dem Namen "Opel Monterey". Allerdings setzt sich der Trooper 2000 mit einigen Änderungen vom alten Opel ab: Neu hinzu kam die Kombination Dieselmotor und Automatik, die elektronische Drehmomentverteilung "Torque on demand", ein höheres zulässiges Gesamtgewicht von über 2,8 Tonnen sowie kleine Designretuschen und eine längere Garantie. Überhaupt gibt der neue Vertrieb sich serviceorientiert. Isuzu gewährt auf Neuwagen eine Mobilitätsgarantie für 3 Jahre auf allen Straßen Europas. Sollte der Trooper einmal liegen bleiben, übernimmt Isuzu die Kosten für Übernachtung, Abschleppen, den Leihwagen und sorgt für den Rücktransport des Wagens und des Hängers. Reutlinger General-Anzeiger |
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